Jede gute Geschichte beginnt mit einem Konflikt

Einer aus sechs überzeugt alLe

In der Literaturwissenschaft wird zwischen sechs übergeordneten Arten von Konflikten unterschieden. Das bedeutet, dass jeder Konflikt innerhalb einer Geschichte einem dieser sechs Konflikte zugeordnet werden kann. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen, braucht jede gute Geschichte einen Konflikt, ein Problem, das die Handlung erst ins Rollen bringt.

Arten von Konflikten in Strategie und Kreation

Die Arten von Konflikten können sowohl in der Strategie als auch in der Kreation auf unterschiedliche Weise genutzt werden: In der Strategie können sie helfen, User Insights zu generieren, in der Kreation, um einen spannenden Konflikt für eine Story zu finden. Je nach Einsatzgebiet ändert sich jedoch der Spielablauf.

Wie finde ich den richtigen Konflikt und wofür nutze ich ihn?

Um für das strategische Vorgehen User Insights zu generieren, werden die Arten von Konflikten als Grundlage genutzt, um Konflikte im Alltag des Users aufzudecken. Dafür werden die Konflikt-Karten ausgelegt und beliebig viele reale Konflikte des Users zur jeweiligen Art mithilfe von Brainstorming ermittelt und später ausgewertet.

Beispiel: Ein Fitness-Anbieter möchte herausfinden, wie er mehr Leute in sein Studio locken kann.

Innerer Konflikt: Der User möchte lieber auf der Couch liegen anstatt ins Fitnessstudio zu gehen.
Gesellschaftlicher Konflikt: Der User fühlt sich mit seinem untrainierten Körper unwohl zwischen vielen trainierten Sportlern im Studio.

Solche Gedanken über die Konflikte des Users mit dem Produkt können helfen, den User besser zu verstehen. Auch können sie einen Anstoß geben, um reale Geschichten über User oder Mitarbeiter zu finden. Oft ergeben sich hier schon Konflikte, die später in der Kreation zu guten, erzählbaren Stories umgewandelt werden können.

Um Konflikte für fiktive Geschichten zu finden, kann das Tool aber auch anders genutzt werden. Innerhalb einer fiktiven Story sind (fast) keine Grenzen gesetzt, solange sie das Publikum anspricht und hilft, auf die Auflösung der Geschichte hinzuarbeiten. Daher ist es hilfreich, sich vorher Gedanken über „die Moral von der Geschicht“ zu machen und das Tool ›Goldener Kreis‹ zu nutzen.

Um viele Kreative Lösungen zu finden, wird das Tool in einer Gruppe von 3-8 Leuten genutzt. Hierbei werden Teams von 2-3 Leuten gebildet, die in einem gesetzten Zeitraum zu jeder Konfliktart mindestens einen möglichen Konflikt für die Geschichte generieren. Die Konflikte werden stichpunktartig notiert und anschließend einer weiteren Person ausgehändigt, die zuvor nicht am Spiel teilgenommen hat. Diese darf die Konflikte nun erzählerisch ausschmücken und neue Impulse für die Ausgestaltung des Konflikts geben. Die Mitspieler machen sich Notizen, um anschließend zu diskutieren, welche Konflikte das Potenzial für eine gute Geschichte bieten.